Digitaler Film: neue Ästhetik, neue Produktions- Vertriebs- und Finanzmodelle
September 19th, 2006
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Ex-Kommilitone Till Hardy ist Filmspezialist. Und er hat einen Auftrag: Für die Filmförderung Hamburg überlegt er sich, wie die klassische Filmförderung auf Internet und digitale Technik reagieren soll. Auf der WOS 4 war Till, um sich Inspirationen und ein paar Antworten abzuholen. Am Rande der Veranstaltung, bei Sonnenschein und draußen, haben wir ein Interview gemacht. Hier ist das Audio in ogg und mp3. Mini-Zusammenfassung:
- digitale Ästhetik zeitigt einen Wandel der Sehgewohnheiten
- Technik wie Kameras werden immer billiger und besser. In der Folge ist die Realisierung eines Films nicht mehr Privileg der ausgebildeten Spezialisten (Regisseure, Kameraleute), sondern steht auch Quereinsteigern offen. Stichwort Youtube
- das Prosumer-Segment blüht
- die Filterfunktion, die Vertiebe und Verleihe wahrnehmen, wird es ins digitale Zeitalter schaffen. Sonst sind wir amerikanischen Teenagern hilflos ausgeliefer, die mit Mentos und Diätcola experimentieren
Außerdem bekennt Till sich zu seiner exotischen cineastischen Leidenschaft (chinesische Vampirfilme), Joseph Beuys kommt zu Wort und es gibt dramatische Sekunden, als der Wind einen großen Sonnenschirm umreißt und Metallstreben auf Menschen und Laptops regnen. Das Anhören der ganzen 25 Minuten lohnt also. Und hier als Sahnehäubchen Tills ausgezeichnete Magister/Diplomarbeit. Thema: “Veränderung von Gut und Markt durch Innovation am Beispiel Digitaler Film”. Man trifft alte Bekannte wie z. B. Stefan Kluge vom Filmetzlabel VEB Leipzig.
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