Posts filed under 'Netzkultur'
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Der neue Blender-Film Big Buck Bunny steht ab Freitag im Netz.
May 29th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Die Helden meiner längst verflossenen Jugend, Weezer, huldigen in ihrem Video “Pork and Beans” viralen Internet-Clips. Super. Via.
(Video-Einbau zerschießt leider das Layout dieses Blogs, kümmere ich mich demnächst drum.)
May 25th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Helmut Kohl und SEINE Maike Richter lesen meinen Blog! Seit dem Ja-Wort in der Reha-Klinik (!) heißt sie Maike Kohl-Richter. OK, meine Vorstellungen lagen bei Maike Kohl, aber Doppelname, von mir aus. Vorgeschichte hier.
May 13th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Das Freie Sender Kombinat (FSK), Hamburgs unabhängiges Radio, macht nicht nur Sendungen, sondern koordiniert und informiert auch immer anlässlich von größeren Demonstrationen. Früher lief das so: Vertrauenswürdige Leute vor Ort riefen live im Sender an und sagten, was auf der Demo passierte, Hörer zu Hause oder andere Demo-Teilnehmer, die ein Radio dabei hatten, wussten, was wo ging. Der Haken: Immer gab es zu wenige Radios, oft war der Empfang grässlich. Anlässlich der Gegendemo zum Naziaufmarsch in Barmbek am 1. Mai Demo hat FSK erstmals twitter eingesetzt.

Aus der Ankündigung auf der FSK-Webseite:
Das FSK probiert eine neue Struktur zur Verteilung von Nachrichten per SMS, Web und Instant Messaging aus!
Es ist bei bestimmten Anlässen einfach nicht möglich, über längere Zeit kontinuierlich Radio zu hören, während man z.B. auf einer Demo unterwegs ist. Dadurch verpasst zwangsläufig Informationen, wenn man gerade etwas zu besprechen hat, an einer lauten Kundgebung ist o.ä. Situationen.
Mit der neuen Struktur wollen wir - ergänzend zur üblichen Berichterstattung per Radio - die Möglichkeit bieten, wichtige Infos nicht zu verpassen!
Vergleichbar ist dieses Konzept am ehesten mit den von Indymedia bekannten “Breaking News”, die eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse des Tages darstellen und eine Ergänzung zu Hintergrundberichten und längeren Artikeln sind.
Für DemoteilnehmerInnen wäre z.B. ein Empfang per SMS auf das Handy am sinnvollsten, während sich jemand mit Anschluss ans Internet vielleicht einfach eine Zusammenfassung der Geschehnisse der letzten zwei Stunden sucht.
Wünschenswert wäre, eine solche Verteilung von Nachrichten mit eigener Infrastuktur zu realisieren, momentan ist dies aufgrund hoher Kosten, die mit dem SMS-Versand verbunden sind aber nicht möglich. Wir werden deshalb zunächst für diesen Zweck einen Dienst im Internet benutzen, der relativ weite Verbreitung gefunden hat und akzeptiert wird, auch wenn diese Lösung zur Zeit nur ein Kompromiss ist.
Twitter (http://www.twitter.com) ist ein Dienst, bei der Teilnehmer kurze Mitteilungen (bis zu 140 Zeichen) hinterlassen können. Andere Personen können “gefollowed” werden, man kann damit deren Mitteilungen abonnieren und per Web, SMS oder Instant Messaging lesen. Klingt geeignet für unsere Vorstellungen…
Am 1. Mai werden wir diese Struktur zum ersten Mal umfangreich nutzen um aktuelle Infos zum Naziaufmarsch bzw. den Gegenaktivitäten zu veröffentlichen. Auch in Zukunft ist dies bei ähnlichen Aktionen oder spontanen Ereignissen denkbar.
Hier ist der twitter/FSK-feed. Das liest sich dann so:
Spontandemo von ca. 1000 Antifas zieht die Fuhlsbüttler Str Richtung Norde, höhe Hebebrand Str, relativ unbehelligt von der Pol. 04:11 PM May 01, 2008 from web
100 antifas auf dem gelände vom ak barmbek eingekesselt 04:03 PM May 01, 2008 from web
Fuhlsbüttler Str. in nördliche Richtung noch komplett frei, auf Höhe Feuerbergstr ist wohl ein Zugang auf den Rübenkamp möglich 03:59 PM May 01, 2008 from web
nazidemo befindet sich auf dem rübenkamp, höhe der jahnbrücke, richtung ohlsdorf unterwegs 03:44 PM May 01, 2008 from web
nazi-demo-spitze ist jetzt los gegangen, momentan rübenkamp 03:37 PM May 01, 2008 from web
Bündnisdemo mußte sich auf Druck von Polizei auflösen, Verabschiedung mit WaWe-Einsatz 03:23 PM May 01, 2008 from web
Ein Organisator erzählte mir, dass die Aktion ziemlich erfolgreich gelaufen ist. Über 360 Leute haben sich für den Dienst eingetragen. Die Initiatoren fühlten sich etwas unbehaglich, weil sie die Leute in die Arme von twitter getrieben haben. Ging aber nicht anders. Einen freien twitter-Dienst gibt es nicht. Und durch twitter haben sie um die 650 Euro SMS-Kosten gespart. Das Budget könnte FSK nicht aufbringen.
Fazit: Wohl den Aktivisten, die Nerds in ihren Reihen haben.
Wer noch nicht ganz durchschaut hat, was twitter ist, guckt sich das Erkärvideo bei commoncraft an oder fragt Wikipedia. Der Elektrische Reporter hat mal ein interessantes Interview mit dem Twitter-Mitgründer Biz Stone gemacht.
Ich bin am 1. Mai übrigens meinen kapitalistischen Neigungen nachgegangen und habe den Inhalt unseres Dachbodens verschärbelt. Jetzt bin ich reich und Flohmarkt-Königin.
Update: bei netzpolitik.org hat sich eine interessante Diskussion entfaltet.
May 5th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Felix Stalder hat auf der nettime-Mailingliste die “Economies of the Commons”-Konferenz und das Dilemma der “staatlichen” Archivare treffend zusammengefasst:
The most poignant moment came when Edwin van Huis (Netherlands nstitute for Sound and Vision) recounted a discussion with a broadcaster about whether the institute could put online some TV segment that was already on Youtube. The answer was: No! When he asked the broadcaster how he felt about his content being on Youtube the answer was: ‘You can’t do anything against Google’. Thus, as Paul Keller remarked, there is a perverse situation that the official repositories of culture are going to be stuck with stuff that either they cannot make accessible, or nobody cares about. All the rest will be better accessible via Youtube or piratebay.
In short, it became abundantly clear that, no matter how much money you have, the attempt to solve all the legal issues first and only then start to release the material is doomed to failure. Digitization plus strict adherence to the law will not create digital archives but copyright dungeons.
Most of the successful, innovative projects, it turns out, are
operating in zones of varying degrees of grey. In the American
example, Youtube, the grey zone is protected by corporate might (Google). In the European example, piratebay, the grey zone is sustained by mass civil disobedience.
I suspect that the grey zones will not stay grey for ever. Sooner
or later, the basic framework in which they will operate be will
be defined. Google will have settled all the law suits against
Youtube and p2p providers will becomes mainstream (keep an eye on mininova….). However, it seems equally save to predict that the new framework will look considerably different from what it is now, reshaped by the sheer force social reality. But by then, the official cultural repositories will have wasted a huge amount of money by building systems of restriction and a generation of culturally-interested citizens will have learned to look elsewhere to find the material they care about.
April 27th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
re:publica 2007, ein Reporter fragt mich: “Hallo, du bist eine Frau - hast du einen Blog?
“Ja.”
“Kann ich dich kurz interviewen?”
re:publica 2008, ein Radioreporter erkennt messerscharf: “Oh, du bist eine Frau!”
“Das ist korrekt.”
“Mit Blog? Toll! Kann ich dich kurz interviewen?”
Frauen in jungsdominierten Kreisen sind spannend für Journalisten, ok. Überhaupt ist interessant, warum sich so wenig Frauen in Blogger/Nerdkreise verirren. Mich interessiert das neuerdings auch, im Gegensatz zu früher. Wegen meiner zwei X-Chromosomen interviewt zu werden finde ich doof. Es wäre mir lieb, wenn mein Geschlecht gar keine Rolle spielt - tut es natürlich ständig. Bei Jan und in diversen anderem Blogs wird über das Thema “Weibliche Blogger” diskutiert. Anlass ist die re:publica-Veranstaltung “Strickblogs oder Postfeminismus - Bloggen jenseits des Schwanzvergleichs” (Der Titel geht gar nicht.) Anke Görner hat zur Frage “Bloggende Frauen” ein lesenswertes Posting geschrieben.
Jetzt im Nachhinein sind mir doch noch ein paar Themen eingefallen, die vielleicht für weibliche Blogger interessant gewesen wären: Welche Risiken gibt es für uns, die die meisten Männer wohl nicht haben werden (Stichwort Stalking oder sexuelle Belästigung per Kommentar oder Mail) und wie kann man sich dagegen wehren bzw. davor schützen? Können wir uns zu einer Art Webring zusammenschließen, wollen wir das, müssen wir das? Wäre es vielleicht sogar finanziell interessant, ein Netzwerk aus weiblichen Blogs zu schaffen, weil man damit Werbetreibenden eine sehr spitze (no pun intended) Zielgruppe bieten könnte? Und generell: Wieso ist überhaupt das Bedürfnis da, sich absetzen zu wollen, sich darüber einen Kopf machen zu wollen, dass man nun mal als Frau schreibt?
Die Webring-Idee finde ich gut. Weil: Ich bin Fan von Netzwerken, habe aber kein einziges weibliches. Das wäre aber sinnvoll. Auf den CCC-Kongressen gab es ja mal den Haecksen-Raum - das war angenehm. Weil, du meine Güte - da sind Frauen wirklich in der Minderheit. Und Minderheit-Sein und Attraktion-Sein fühlt sich merkwürdig an. Ich bin für vernetzen. Meinungen dazu?
April 16th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Höhepunkt heute: Kenneth Goldsmith von ubu.com.
April 12th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Hm, hm. Eben lief der Programmpunkt “Uncommon Business Models”. Bin da über ein paar Sachen gestolpert. Jonas Woost (Head of Music last.fm) sagte während seiner Präsentation: “We want to be the Wikipedia for Music”. Weil da die User in bester Web-2.0-Manier Seiten über Bands mit Inhalten füllen. Aal-Prinzip also, “andere arbeiten lassen”. Er hat sein Unternehmen mehrmals als “open” dargestellt.
last.fm ist ein interessantes Unternehmen, toll für Musikliebhaber, hat aber so gar nichts mit Prinzipien von Open Source zu tun. Oder mit der Philosophie, die die Wikipedia groß gemacht hat. last.fm ist ein Unternehmen, das Geld verdienen möchte. Das ist total ok. Aber: Weder können last.fm-User entscheiden, wohin das Unternehmen steuert, noch dürfen sie in die last.fm-Software gucken und sie ändern. last.fm ist nicht “open”. Nur die last.fm-Macher haben die Schlüssel für ihre kleine Datenkäfig-Plattform. Die - wie gesagt - vollgefüllt wird von den Usern.
Und: Das Wortungetüm: “Win-win-win”-Situation möchte ich in meinem Leben nicht mehr hören. Danke.
April 12th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Ich möchte nachreichen, worum es bei der Konferenz “Economies of the Commons” eigentlich geht. Aus der Programmankündigung:
Strategies for Sustainable Access and Creative Reuse of Images and Sounds Online
This dossier documents and brings together background materials for the international conference Economies of the Commons. This public working conference and its side programs address the remarkable cultural, educational and societal significance of the new types of audiovisual commons resources that are currently being created on the internet. Sustainable public access and enhanced opportunities for creative reuse of these resources are the particular focus of this conference and this web dossier.
Superrelevant also. Ein Speaker, dessen Name mir leider entfallen ist, hat das Dilemma der klassischen Archive gut umrissen. In etwa so: Überall in Europa existieren Archive, die voller wunderbarer audiovisueller Juwelen stecken. Der Haken: Möchte man sie sehen, muss man schon hinfahren. Die Archivare dürfen die Sachen nicht online stellen - sie haben die Rechte nicht. Rechteklärung ist meist unmöglich. Nicht mal Filme, die von 1908 (!) stammen, kann man online verfügbar machen. Effekt: 95 % des Archivbestands wird niemals angesehen - die Sachen verstauben in Kellern. Während 95 % aller YouTube-Videos mindestens einmal angesehen werden. Stichwort Long Tail.
Das raubt den Archivaren den Schlaf - sie haben die Filme, es gibt das Internet, manchmal sogar das Budget, um Archive zu digitalisieren - aber aufgrund von urheberrechtlichen Problemen bleibt das Material unerschlossen und unerreichbar.
Es ging hier viel um “orphan works”, verwaiste Werke, deren Rechteklärung undurchführbar ist. Man braucht dringend eine Lösung - es zeichnet sich aber nichts ab.
April 12th, 2008
Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in
/www/htdocs/w00748bc/wp-includes/formatting.php on line
82
Ich weile momentan in Amsterdam auf der “Economies of the Commons” Konferenz. Themen sind spannend, aber hier fehlt eindeutig der Rückkanal. Es gibt kaum Zeit, den Vortragenden Feedback zu geben, zu kritisieren. Das ist ein Verlust, ich bin kein Fan des Modells “Vorne-spricht-einer-und-der-Rest-lauscht-andächtig”. Das war auf der re:publica anders, da herrschte eine viel offenere Diskussionskultur. Kein Wunder, Blogger machen ja den lieben langen Tag nichts anderes als zu kommentieren und Ideen und Positionen anderer auseinander zu nehmen. Das ist gut, es bringt Projekte und Ideen voran. Blogger wenden Open-Source-Prinzipien auf Kommentarkultur an - so kann man es vielleicht zusammenfassen.
Ansonsten bin ich heute geistig etwas zerzauselt. Gestern war die Premiere des neuen Blender-Films “Big Buck Bunny”. Paul hat die Konferenzteilnehmer netterweise eingeschleust. Es wurde spät. Sehr spät.
Mochte den Film, aber “Elephants Dream” liegt mir mehr am Herzen. “Big Buck Bunny” ist voller putziger Tierchen, Fell spielt eine große Rolle. Und harmonische Regenbogenfarben. ED war dunkel und verstörend, das ist eher meins. Ende Mai soll der Film im Netz stehen.
Ansonsten habe ich meine Netzteil in Hilversum liegen lassen und bin leicht panisch. Mit Glück kommt es abends zu mir zurück. Bitte bitte.
April 11th, 2008
Next Posts
Previous Posts