Open Source + öffentlich-rechtlicher Sender = NDR Miro Player
July 4th, 2008
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“Miro-NDR-Player” heißt die wunderschöne Datei. In den 24 MB steckt: Der NDR Miro Player. (Kleinen Tusch jetzt bitte beim Lesen dazudenken.) Kurz und knapp: Der NDR wagt sich etwas in die Open-Source-Welt und bietet eine maßgeschneiderte Version der Miro-Plattform an (Download NDR Miro Player). Aus dem begleitenden Mini-Dossier:
Ab sofort bringt der NDR Miro Player alle Audio- und Videopodcasts des NDR auf die heimische Festplatte. Die Open-Source-Software ist eine maßgeschneiderte Version der populären Multimedia-Anwendung Miro, bei der die NDR Inhalte schon voreingestellt sind. Außerdem ist in die spezielle Edition ein Programmführer integriert, der die NDR Inhalte präsentiert. Der NDR Miro Player kann kostenlos heruntergeladen werden.
Aus der offiziellen Presse-Erklärung:
“Der NDR als öffentlich-rechtlicher Sender ist in hohem Maße interessiert daran, dass unsere Inhalte im Internet auch über freie, nicht-kommerzielle Plattformen angeboten werden”, so Joachim Knuth, Programmdirektor Hörfunk des NDR. “Wir freuen uns, dass unseren Gebührenzahlern nun mit dem NDR Miro Player zugleich eine besonders nutzerfreundliche Software zur Verfügung steht, um unsere Audio- und Videopodcasts herunterzuladen.”
Und weiter:
“Die ‘Participatory Culture Foundation’ freut sich, dass der NDR seine Inhalte über Miro anbietet”, so Dean Jansen (Direktor Öffentlichkeitsarbeit PCF). “Wir sind glücklich, den NDR Zuschauern bei der Entscheidung, wie sie NDR Programme sehen oder hören möchten, mehr Wahlmöglichkeiten geben zu können”, so Jansen weiter.
(Die PCF gibt den Player raus.)
Ich habe für das Dossier ein Interview mit Holmes Wilson (Gründer PCF) geführt. (Transparenzhinweis, zum gefühlten 47. Mal: Der NDR ist mein Arbeitgeber, ich war an dem Projekt beteiligt.) Holmes erklärt, warum die Mozilla Foundation Miro finanziell unterstützt:
Holmes Wilson: Mozilla und PCF haben einen ähnlichen Auftrag. Mit Firefox sorgt Mozilla dafür, dass das Internet frei zugänglich bleibt. Ein Browser ist schließlich das zentrale Fenster zum Netz, Firefox setzt auf freie Standards. Wir machen das gleiche für den Bereich Video. All unsere Anwendungen sind offen und frei. Miro ist wie Firefox - nur für Video.
Markus weist auf die schiefe Formulierung “nicht-kommerziell” in der Presse-Erklärung hin.
Entry Filed under: Netzkultur
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