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Drei Tage Berlin


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Wie ich die re:publica 09 fand? Gut. Im Gegensatz zu mir jammern und schimpfen wohl einige über die Konferenz. Zu belanglos, unpolitisch, doof, kein Internet. Nölalarm! Gab es Themen, die mich vom Stuhl gerissen haben? Nein. Wie auch? Es gibt schlicht keine neuen Vom-Stuhl-Reißer-Themen. Die Phänome Blogs, Wikis, überhaupt soziale Medien, Creative Commons, Open Source, Kulturflatrate - hat alles einen meterlangen Bart. Nervt es mich, wenn Leute immer noch fragen, ob Blogs politisch relevant sind oder zum Trillionsten Mal die alberne Diskussion Blogger vs. Journalisten geführt wird? Maßlos! Nun bin ich seit Jahren in diesen Themengebieten zuhause. Da bin ich aber eine Minderheit. Es gibt viele, die diese Themen erst entdecken. Es ist wichtig, die Diskussionen mit den Neuankömmlingen zu führen und Wissen zu vermitteln. Spaß macht das nicht unbedingt, aber das Leben ist ungerecht.

Anstatt mich zu ärgern, in vielen Bereichen nichts Neues lernen zu können, freue ich mich lieber für die re:publica-Besucher, die Larry Lessig zum ersten Mal sehen konnten. Der Mann vertritt wichtige Positionen, und dass er seit Jahren den gleichen Vortrag hält, der mir aus den Ohren raushängt - hey, geschenkt! Ich treffe unterdessen Menschen, die ich selten sehe, und tausche mich über Internetzeugs aus. Diverse Redner hatten schlaue Gedanken parat. Hier und da fand ich Veranstaltungen total deppert (Twitterlesung zum Beispiel, sorry Jan), entgleiste Zeitpläne mag ich auch nicht. Mit den Subkonferenzen eHealth oder die IBM-Veranstaltungen konnte ich ebenfalls nix anfangen. Aber einer muss den Konferenzkram ja bezahlen. Durch demonstratives Schwänzen der gesponsorten Panels war für mich die Sache wieder im Lot.

Personal Best und Worst of re:publica: Rüdiger Weiss und seine Studenten haben mir ihr Projekt edumagnet.org gezeigt. Die großartige Esra’a Al Shafei und Mideastyouth.com entdeckt. Von Jimbo Wales erfahren, dass es ein Muppetwiki gibt. Von Julian Kücklich, dass es ein serious game mit dem Namen “Darfur is dying” gibt. Die Twitterlesung musste ich genervt und frühzeitig verlassen - Sauf- und Pubstweets sind mir zu mariobartig. Jan Schallaböck hat auf einer seiner Folien vor “Panoptic Providern” gewarnt. Gerne Cory Doctorow gehört. Der sagt zwar auch nichts Neues, aber produziert schöne Merksätze wie “You have to try new stuff, all the time, forever. Change is now a constant in media/ The internet ist the best collaboration machine we ever built/ Technology gives it, technology takes it away.” Wohlwollend beobachtet, wie ein gestandener Journalist einem unsicheren Zwanzigjährigen ermunterte, einfach politisch draufloszubloggen. Mein erstes Eis des Jahres gegessen (Cornetto Nuss). Till Kreutzers Ideen für ein neues Urheberrecht gelauscht. Erstaunt festgestellt, dass es eine ganz eigene Qualität hat, eine reine Frauenrunde auf einem Podium zu sehen (Mercedes Bunz, Esra’a Al Shafei, Mary C. Joyce). Will ich mehr von.

Ansonsten: Wie befürchtet miterlebt, wie das von mir moderierte Panel “Die Rolle des Staates in der digitalen Gesellschaft” etwas ausgefasert ist. 60 Minuten reichen natürlich nicht bei der weiten Fragestellung. Die Herren vom Innenministerium hatten keinen leichten Stand und mussten sich vom Publikum viel Kritik anhören. Es verdient Respekt, dass sie sich dem ausgesetzt haben - die Idee zum Panel kam nämlich von ihnen. Erwin Schwärzer, der für den erkrankten Martin Schallbruch eingesprungen ist, sprach den bemerkenswerten Satz: “Der Staat hat nichts davon, von Microsoft total abhängig zu sein.” Annette Mühlberg sorgte für Schmunzeln, als sie gegen Ende der Runde Verdi-Flyer über Netzpolitik an Jan Möller und Erwin Schwärzer verteilte und “großzügig” anbot, dem Ministerium beratend zur Seite zu stehen. Das Panel “Open-Source-Prinzip…” begann etwas chaotisch - mir hatte keiner verraten hatte, dass der Raum getauscht worden war. Ich habe es noch gefunden, und dann haben wir das Thema ganz gut beleuchtet, glaube ich.

Alles in allem: Ich hatte eine interessante Zeit. Ach ja, das mit dem nicht-funktionierendem Internet. Ich erwarte schon gar nicht mehr, dass es auf solchen Konferenzen läuft - bei der WOS oder den CCC-Konferenzen bekommen sie es auch nicht immer hin. Was soll ich herumsurfen, wenn spannende Menschen neben mir stehen?

1 comment April 5th, 2009

Referenz-Portal cc


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Der arabische Sender Al Jazeera unterhält unter cc.aljazeera.net ein umfangreiches Portal mit Video-Footage, das frei lizenziert ist. Der Inhalt ist extrem verstörend, Kriegsbilder aus Gaza eben, davon abgesehen ist das Portal sehr gut umgesetzt:

  • Videos werden via blip.tv eingebunden, d. h. mit embedabble Videoplayer. Ich mag blip.tv sehr, weil die  sehr hohe Qualität bieten
  • zusätzlich Downloadmöglichkeit des Materials in hoher Qualität
  • Stichpunkte fassen den Inhalt der Videos zusammen
  • Erklärung des cc-Konzepts in wenigen Worten
  • Seite ist gut designed, man findet sich zurecht
  • Verwendung der freiesten cc-Lizenz, cc-by. Sie unterstützt ideal das Ziel des Projekts - nämlich auf den Krieg aufmerksam zu machen

Wer plant, auch ein cc-Portal aufzusetzen, schaut vorher bei Al Jazeera vorbei. Es lohnt. Das Projekt illustriert außerdem, was Urheberrecht mit freier Meiunungsäußerung zu tun hat: Wer seine Botschaft in der Welt haben will, sollte auf Urheberrechte verzichten. Hier die offizielle Presse-Erklärung.

Add comment January 19th, 2009

Erinnerungen unter freien Lizenzen


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“Geschichte von unten” war in den 70ern so ein Schlachtruf. Dank diverser User-Generated- Content-Projekte etablierter Medien scheint die Idee in digitalen Welten seine Wiederauferstehung zu erleben. Interessant dabei: Manchmal halten die Verlage ihre Nutzer dazu an, ihre Dokumente unter freie Lizenzen zu stellen. Macht ja Sinn - kollektive Erinnerung ohne urheberrechtliche Fußangeln. Beispiele:

New York Times: Polling Place Photo Project
The Polling Place Photo Project is a nationwide experiment in citizen journalism that encourages voters to capture, post and share photographs of this year’s primaries, caucuses and general election. By documenting local voting experiences, participants can contribute to an archive of photographs that captures the richness and complexity of voting in America. […]

In the spirit of public access and broad dissemination, this is an open-source project: all photographs are contributed under a Creative Commons license.

Die New York Times verrät allerdings nicht, welche. Laut cc-Blog ist es die Attribution No Derivatives. Auch Einestages, die Zeitgeschichte-Plattform des Spiegel Verlags, unterstützt cc-Lizenzierung und Public Domain:

Auch einestages bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, eigene Fotos unter eine Creative Commons-Lizenz zu stellen. Es gibt verschiedene Arten von CC-Lizenzen. Die von einestages unterstützte CC-Lizenz heißt: “Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 2.0 Deutschland.” Der englischsprachige Fachbegriff für diesen CC-Lizenztyp heißt: by-nc-nd. Wenn Sie Ihre Fotos auf einestages unter dieser CC-Lizenz veröffentlichen möchten, wählen Sie dazu beim Hochladen bitte einfach die entsprechende Option aus.

Wird leider wenig genutzt. Ich nehme diese Beispiele trotzdem als weiteres Zeichen, dass CC sich immer mehr etabliert.  Erinnerungen sind zum Teilen da.

Add comment November 13th, 2008

Urheberrecht abschaffen!


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Wenigstens für öffentlich-rechtliche Inhalte. Das fordert auf focus.de - nein, keiner der üblichen Verdächtigen - sondern Springer-Manager Christoph Keese:

Für Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs beim Axel-Springer-Konzern, ist auch dieser Preis offensichtlich zu hoch. Er will die öffentlich-rechtlichen Videos umsonst. „Public domain“, so der Titel des Zukunftsmodells. Übersetzt heißt der Name Gemeinfreiheit, also die Aufgabe des Urheberrechtsschutzes für öffentlich-rechtliche Inhalte.

Keeses Gedankengang wohnt eine auf den ersten Blick bestechende Logik inne. Die Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender seien bereits von der Allgemeinheit durch Gebühren bezahlt. Deshalb sollten sie auch der Allgemeinheit auf möglichst vielen Kanälen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. „Eine Art Wikipedia“, so Keese, deren Inhalte sich jeder bedienen und sie weiter verbreiten könne – auch die privaten Verleger mithilfe ihrer Internetangebote.

[…]

Der Vorschlag ist weltfremd. Schließlich kann man Videos nur freigeben, wenn man alle Rechte daran besitzt. Das kommt selten vor. Sobald Musik dabei ist - fast immer der Fall - geht das schon mal gar nicht.

Natürlich ist der Vorschlag auch absurd, vor allem aber leicht durchschaubar. Keese geht es ums Geldsparen, nicht um Freiheit.

Artikel-Autor Andreas Laux fleddert Keeses Forderung verdientermaßen:

Trotz zwingender Logik und schneller Problemlösungen, die sich aus dem „Public Domain“-Modell ergeben könnten, sähe Matthias Knothe, in der Kieler Staatskanzlei für Medienpolitik zuständig, Folgen auf das deutsche Mediensystem zukommen, die auch den privaten Verlegern nicht recht sein dürften. Denn würde die Rundfunkfreiheit für ARD und ZDF zur Disposition gestellt, könne sich auch die Pressefreiheit ihres Schutzes nicht mehr sicher sein.

Knothe hat als zuständiger Landespolitiker erfahren, wie sehr die Verleger in den vergangenen Monaten gegen die Expansion öffentlich-rechtlicher Inhalte im Netz angekämpft hatten. Deshalb wundert er sich umso mehr über Keeses Vorschlag: Noch zuverlässiger kann man die uferlose Ausbreitung von gebührenfinanzierten Inhalten im Netz wohl kaum garantieren.

Add comment October 31st, 2008

Fazit Tagung “Kreative Arbeit und Urheberrecht”


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Drei Tage lang Diskussionen rund um Urheberrecht, Vergütung, Kreative, Internet & Co. Die Tagung hat mir gefallen. Vor allem, weil jede urheberrechtliche Position vertreten war - von “Wir brauchen ein starkes Urheberrecht, alles muss so bleiben, wie es ist” über “Wir müssen das System reformieren ” bis “Urheberrecht gehört abgeschafft”. Es wurde dementsprechend hart diskutiert und gestritten. Der Blog “Arbeit 2.0″ fasst alle einzelnen Panels und Vorträge in diversen Beiträgen zusammen. Bei flickr finden sich unter dem tag “kau08″ erste Fotos der Tagung, der Bilderpool dürfte in den nächsten Tagen anwachsen.

Höhepunkte:

Für mich eindeutig Prof. Dr. Martin Kretschmer (Lehrstuhl für Informationsrecht & Direktor des Centre for Intellectual Property Policy & Management, Bournemouth University) und sein Ansatz, Urheberrecht als Verlags- und produzentenrecht zu verstehen, nicht als Recht der Schöpfer. Denn das Urheberrecht, sagt er, löst seine Versprechen nicht ein. Das Gesetz vermag es nicht, das Einkommen der Urheber zu sichern. Warum? Weil die meisten Autoren ihre Urheber- und Verwertungsrechte standardmäßig an ihre Auftraggeber (Medienkonzerne) abgeben (müssen). Das Einkommen von Autoren hänge viel stärker von Marktcharakteristika ab - also ob Autoren gute Vertragsbedingungen aushandeln können, wie groß der Markt ist etc. Kretschmer behauptet das nicht einfach, sondern stützt seine Thesen auf eine umfangreiche empirische Studie, die man in der Zusammenfassung wirklich mal lesen sollte. Die Urheberrechtsdebatte wird ja oft ideologisch geführt, bar sachlicher Argumente, Kretschmer liefert belastbare Zahlen.

Die Ausstellung “Anna Kournikova Deleted By Memeright Trusted System - Kunst im Zeitalter des Geistigen Eigentums”. Großartig! Sämtliche Werke, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, sind in der Phoenixhalle des Dortmunder Hardware Medienkunstvereins versammelt. Die Arbeiten sind intelligente, manchmal witzige Kommentare auf die Urheberrechts-Querelen. Der Amen-Break von Nate Harrison, das Patent “Freedom of Expression” von Kembrew McLeod, die “anonymous-warhol_flowers” von Cornelia Sollfrank, das “Grey Video” (in hoher Qualität!) von Ramon & Pedro… alles da. Der dazugehörige Ausstellungskatalog wird der erste Kunstkatalog seit Jahren sein, den ich lesen werde. Ausstellung läuft noch bis zu 19. Oktober, also unbedingt hingehen!

Best of Zitate:

“Mein erster Computer 1991 war so laut wie eine Waschmaschine.” (Inke Arns, Hardware Medienkunstverein)

“Die Ungerechtigkeit der Gesellschaft ist 0,22.” (Martin Kretschmer erklärt Gini-Koeffizienten.)

“Warum sollte es Kreativen besser gehen als dem Rest der Welt?” (Paul Keller kommentiert sarkastisch ein Ergebnis aus Kretschmers Studie, das besagt, dass etwa 10 Prozent der Top-Ten-Autoren 60 Prozent aller Einnahmen einstreichen, während die übrigen 90 Prozent kaum von ihrer Arbeit leben können.)

“Brauchen wir eine ‘Privat-Remixing-Schranke?” (Volker Grassmuck überlegt, wie man das Urheberrecht fürs Netz-Zeitalter updaten könnte.)

Add comment September 29th, 2008

Wenn ich Sergey und Larry beim Bäcker treffen würde


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Frisch zurück von der Tagung “Kreative Arbeit und Urheberrecht”. Robert hat das Panel “Wer bezahlt Kreativität?”, an dem ich teilgenommen habe, in einem Blogbeitrag und bei Golem zusammengefasst. Bin nicht so glücklich damit, wie meine Position wiedergegeben wurde, ist arg verkürzt.

Was ich betreffend “Einkommen, Internet, Kreative” ausdrücken wollte:

Im Netz wird ein Wahnsinnsgeld mit kreativen Werken verdient. Unfassbar viel. Nur erreicht das nicht die Kreativen, sondern bleibt fast vollständig bei Suchfiltern wie Google, Aggregatoren wie Digg und Web-2.0-Plattformbetreibern wie YouTube (also Google) hängen. Eine absurde Situation: Die Infrastruktursteller lassen sich ihre Dienste durch eingeheimste Werbegelder und Risikokapital vergolden. Die Konsumenten profitieren - sie kriegen die Inhalte frei Haus . Doch diejenigen, die die Inhalte liefern, bekommen sehr wenig bis nichts. Dabei sind sie es doch gewesen, die Konzerne wie Google oder Plattformen wie MySpace erst groß gemacht haben. Autoren, Filmemacher und Musiker (egal ob Profis oder Amateure) produzieren schließlich all die Inhalte, auf die die Plattformbetreiber ihre Geschäftsmodelle gründen.

Klar, die Kreativen bekommen eine sehr wertvolle Gegenleistung von den Aggregatoren: Aufmerksamkeit. Es ist gut für Journalisten, wenn ihre Texte via Google News gefunden und gelesen werden. Journalisten wie ich sind darauf angewiesen, dass ihre Inhalte auf diese Weise weiter verteilt werden. Filmemacher können ihre Videos bei Plattformbetreibern wie YouTube kostenlos einstellen, auch sie brauchen die Öffentlichkeit, die sie so bekommen. Für Musiker, die ihre Sachen bei MySpace einstellen, gilt gleiches. Inhalte-Produzenten profitieren von der vielzitierten Aufmerksamkeitsökonomie.

Was ich auf dem Panel deutlich machen wollte: Die Verhältnisse stimmen einfach nicht.

Die Aufmerksamkeit, die die Aggregatoren den Kreativen zuschaufeln - und die sie vielleicht in einem zweiten Schritt in Vergütung verwandeln können - ist keine angemessene Gegenleistung, verglichen mit den Reichtümern, die die Aggregatoren für ihre Dienste einstreichen. Macht und Geld konzentrieren sich in den Filtern, das Netz wird von Informations-Oligopolen dominiert. Diese Verhältnisse verschlechtern die Position und die Einkommen der Kreativen. Die gesamte Situation ist besorgniserregend.

Und da bin ich bei Google. Würde ich Sergey Brin und Larry Page zufällig bei meinem Bäcker treffen, würde ich Ihnen sagen: “Hallo Jungs! So ein Zufall! Wo ihr gerade hier seid… was ich Euch schon immer sagen wollte: Supersuchmaschine habt ihr entwickelt, und dafür Danke. Ich meine, man kann Euch viel vorwerfen - Stichwort Datenschutz - aber abgesehen davon macht Euer Konzern eigentlich alles richtig. Ihr bietet ständig neue, nützliche Anwendungen an, ihr habt das Internet verstanden. Nur, Sergey und Larry, über eine Sache müssen wir reden. Ich erkenne eure Verdienste an, aber ihr leider nicht meine und die meiner Inhalteproduzenten-Kollegen. Wir haben euch zu vielfachen Milliardären gemacht. Darum hier meine Kontonummer, bitte überweisen. Außerdem: Google muss in die Künstlersozialkasse einzahlen. Und zwar big time.”

3 comments September 28th, 2008

Teilweise verschenken und verdienen


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Die commoncraft-show ist eine meiner Lieblings-Webshows. Das Prinzip ist simpel:

We make complex ideas easy to understand using short and simple videos.

Our product is explanation.

In der Show erklären sie Netzphänomene wie Blogs oder Technologien wie RSS mithilfe von Tafel, Zettelschnipselchen und Stift. Die Videos stehen frei im Netz. Man kann bei denen auch Clips in Auftrag geben. In diesem Video erklären die Macher ihr Geschäftsmodell, das auf cc-Lizenzierung beruht. Interessant. Und simpel erklärt, wie gewohnt.

Add comment September 22nd, 2008

Die tollsten Sportarten bei Olympia


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Olympia hält man als Sportwurst (wahlweise: Non-Pharma-Kunde) nur aus, wenn man sich drüber lustig macht. Eine kleine Videoserie, produziert vom NDR für die ARD, erledigt diese Aufgabe:

In acht Folgen präsentiert Klaas Butenschön bis zum Ende der Sommerspiele in Peking einige der olympischen Sportarten auf etwas andere Art und Weise - mit einem Augenzwinkern.

comedy114_v-ardboxbild.jpg

Erreichbar unter peking.ard.de Warum das hier steht? Die Clips wurden unter Creative Commons lizenziert. So ist cc auch in der ARD salonfähig geworden. Service für Blogger: die Videos via YouTube einbinden geht auch.

Die Folgen:
Folge 1: Ringen
Folge 2: Synchronspringen
Folge 3: Gewichtheben

Folge 4: Bogenschießen
Folge 5: Sprint
Folge 6: Taekwondo
Folge 7: Weitsprung
Folge 8: Moderner Fünfkampf

1 comment August 12th, 2008

Creative Commons für NGOs


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Lohnt es sich für NGOs, Inhalte frei zu lizenzieren? Letzte Woche habe ich einer NGO erklärt, was Creative Commons ist, welche Vorteile der Einsatz von cc-Lizenzen hätte & worauf zu achten ist. Hier die Pro-Argumente zusammengefasst:

  • NGOs sind abhängig von der Zivilgesellschaft. Ohne Rückhalt in der Bevölkerung können sie ihre Interessen schwerlich durchsetzen. Eine NGO tut gut daran, wenn sie ihren Unterstützern etwas zurückgibt.
  • Eine NGO kann noch so mächtig bzw. finanziell gut ausgestattet sein - verglichen mit dem Potential, das der engagierten Breitband-Zivilgesellschaft innewohnt, sehen die Einflussmöglichkeiten jeder NGO mickrig aus. Man sollte seine Unterstützer einbinden und ihnen Ressourcen bereit stellen, die sie nutzen können. Also Videomaterial, das frei für eigene Filmprojekte genutzt werden darf. Oder Bilder, die Blogger nutzen dürfen; usw.
  • Der Einsatz von cc-Lizenzen beschert jeder NGO viele neue Freunde. Nämlich die einflussreiche, meinungsfreudige und überdurchschnittlich häufig (meine Wahrnehmung) politisch engagierte Open-Source-Gemeinde. Das fördert das Image. Und hey, Freunde gewinnen ist eine tolle Sache!

Was ist zu beachten?

Ich weiß, ich weiß: Wäre die Rechteklärung nicht so abartig kompliziert, würden viele NGOs längst frei lizenzieren. Rechteklärung und die Einigung mit Autoren und bzw. deren Interessenvertretungen ist schwierig. Einige Tipps:

  • Unbedingt versuchen, die Urheber von CC zu überzeugen. Viele empfinden Internet & Co als existenzbedrohend, diese Ängste muss man ernst nehmen. Argumente, die helfen, sie zu zerstreuen:
    • Was der NGO - dem Auftraggeber der Autoren - nutzt, nutzt im Endeffekt auch den Autoren.
    • Viele Urheber wollen nicht, dass z. B. Blogger ihre Werke unentgeltlich veröffentlichen. Anders betrachtet: Auftraggeber von z. B. Fotografen waren und sind NGOs, nicht Privatpersonen. Wenn die jetzt via Blogs die Werke veröffentlichen, entsteht den Urhebern kein kommerzieller Schaden - sie waren schließlich nie Kunden der Urheber, und sie werden es auch nie werden. Blogger helfen, den Namen der Urheber bekannt zu machen. Das kann sich in weitere Aufträge übersetzen. (Gutes Google-Ranking ist Gold wert.) Gegen eine klar kommerzielle Nutzung verwahrt man sich, indem man eine cc-Lizenz wählt, die die kommerzielle Nutzung untersagt.
  • Kreative Werke haben sowas wie eine “Lebensdauer” - irgendwann sind sie kommerziell nicht mehr interessant. Dann kann man sie entweder unerreichbar in ein Archiv sperren, oder man stellt sie frei ins Netz. Letzteres ist eindeutig die bessere Idee.
  • Mit einem kleinen, überschaubaren Pilotprjekt anfangen, Erfahrungen sammeln und gucken, was passiert.

Immer wieder wird der Wunsch nach “100%iger Rechtssicherheit” und “Kontrolle” geäußert. Das geht nicht im Internet. An den Gedanken muss man sich gewöhnen. Ist gar nicht so schlimm, das Leben geht weiter.

Nicole Ebber hat ihre Diplom-Arbeit über cc in NGOs geschrieben - habe ich nicht gelesen, aber es stehen bestimmt einige interessante Sachen drin.

Add comment August 3rd, 2008

Ãœberlegt und dagegen entschieden


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Ist es eine gute Idee, öffentlich-rechtliche Inhalte generell unter eine sehr freie Lizenz zu stellen? Z. B. unter eine cc-Lizenz, die die kommerzielle Nutzung erlaubt? Seit dem vorherigen Blogeintrag liegt meine Stirn in tiefen Denkfalten, den ganzen halben Tag Abend habe ich herumüberlegt.

Ich bin Fan davon, dass öffentlich-rechtliche Sender ihre Inhalte frei lizenzieren. Immerhin bezahlt uns die Allgemeinheit.* Darum sollen die geschätzten Gebührenzahler das Recht haben, die mit ihren Geldern finanzierten Filme, Radiobeiträge oder Texte zu nutzen. Nun kann man argumentieren: Auch Unternehmen wie die “Zeit” müssen an die GEZ überweisen. Darum sollte der Traum von Herrn Blau, Chefredakteur bei Zeit Online, wahr werden: Sein Unternehmen zahlt, darum sollte es öffentlich-rechtliche Beiträge nutzen & die Inhalte einbinden dürfen und damit kommerziell verwerten.

Das Argument ist gut. Aber es gibt andere Argumente, die diese Option als eine unglückliche entlarven.

Wenn Dritte einen Inhalt kommerziell nutzen, sollten Urheber in irgendeiner Form beteiligt werden. Normalerweise wird z.B. ein Online-Zuschlag gezahlt, das würde mit einer radikal freien Lizenz wegfallen. Ich hätte Bauchschmerzen, wenn ein Unternehmen wie die Zeit mit ehemals öffentlich-rechtlichen Inhalten munter Werbegelder einstreichen würde, davon aber nichts an die Urheber zurückfließt.

Stellen wir uns mal vor, die ö-r stellen plötzlich ihre Inhalte unter die CC-BY. Knausrige Verleger werden sofort das Programm “Wir müssen Kosten sparen!” abspulen, eigene Journalisten nach Hause schicken und für lau die ö-r Inhalte nutzen. Eine Verarmung der deutschen Medienlandschaft wäre die Folge. Sehr unattraktiv, dieses Szenario.

Ich als Privatperson bin also weiter dafür, dass ö-r Inhalte frei lizenziert werden. Aber die kommerzielle Nutzung sollte untersagt bleiben. Die Nutzung zu privaten Zwecken immer gerne.

CC-BY mit Kulturflatrate wiederum kann ich mir vorstellen.

*Mich auch, ein warmes Lächeln an dieser Stelle an alle Gebührenzahler. (Dieser Satz sollte als Disclaimer durchgehen.)

9 comments July 15th, 2008

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