Projekte, die die Welt braucht #2: RSS-Multimedia-Papierzeitung
March 22nd, 2008
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Die Videoplattform Miro ist in Version 1.2 erschienen. Meine nerdiges Umfeld hält große Stücke auf Miro, weil: funktioniert, unabhängiges Projekt, kann so ziemlich jedes Format, ist Open Source, inklusive Bittorrent-Client, greift auf die Inhalte diverser Videoplattformen zu usw usw usw. Man kann eigene Fernsehchannel aufmachen, via Video-RSS. Details bei heise, heise, golem, chip. Ich habe mir das vor einigen Wochen installiert und bin jetzt auch Fan. Für die Nicht-Nerds in einem Satz zusammengefasst, warum Miro unsere Herzen erobert: Miro ist wie iTunes, bloß viel besser weil kann viel mehr. Die Kombi Videoplayer mit RSS ist bestechend. (RSS ist sowieso das am meisten unterschätzte Web 2.0-Feature, aber das ist ein andere Thema.)
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Hier geht’s zum Download. Die Miro-Macher haben Sendungsbewusstsein, sie wollen Fernsehen demokratisieren, Grassroots-Media.
Television is the most popular medium in our culture. But broadcast and cable TV has always been controlled by a small number of big corporations. We believe that the internet provides an opportunity to open television in ways that have never been possible before. Miro is designed to eliminate gatekeepers.
Bin da skeptisch. Fernsehen ist so… Couchkartoffel-passiv. Das gilt auch für offenes Internetfernsehen, wo jeder einstellen darf. Egal, Hauptsache es gibt unabhängige Lösungen, Auswahl ist immer gut.
Torsten wünscht sich Miro für mobile Geräte. Weil der Rechner zu sehr ablenkt, er kommt kaum zum gucken. Das Problem kenne ich.
Ich träume schon lange von einer Kreuzung zwischen Multimediaplayer und Zeitung. Ich wünsche mir sowas wie den Daily Prophet, das ist die Multimedia-Zeitung bei Harry Potter.

Sie hat neben Text auch Audio und Video. Das wär’s: Am Frühstückstisch mit der Zeitung knistern, lesen, und dann spielt sie einem noch Videos ab. Die Inhalte möchte ich mir natürlich selbst via RSS zusammenstellen. Etwa so: Politikteil der SZ, dann neueste Artikel meiner abonnierten Blogs, Nachrichten aus der Netzwelt und alles durchsetzt von Videosequenzen.
Entry Filed under: Netzkultur, PddWb, film
2 Comments Add your own
1. Torsten | March 24th, 2008 at 9:28 pm
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Interessanter Aspekt: die “Videosequenzen” bei Harry Potter entsprechen ja nur einer eingefangenen Bewegung - keine wirklichen Filme, die eine lineare Rezeption erfordern würden.
Kann man den Bruch zwischen Text und Multimedia in einem Medium wirklich überwinden?
2. Meike | March 25th, 2008 at 11:02 am
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Alles was wir uns vorstellen können lässt sich bauen. Vor rund 10 Jahren hat ein Hersteller (Namen vergessen) auf der Frankfurter Buchmesse eine Technik mit “intelligenter Tinte” präsentiert. Folgendes Prinzip: Eine mit spezieller Tinte beschichtete Zeitung füllt sich täglich neu mit Text, dazu muss sie ans Internet angeschlossen werden. Was mit Buchstaben geht, sollte auch mit Bewegtbild funktionieren. Ich habe mir das damals in meiner Eigenschaft als Verlagslehrling angesehen. Die hatten einen riesigen Stand gemietet und versuchten, das misstrauische, papierliebende Buchvolk von ihrer Innovation zu überzeugen. Hat offenbar bis heute nicht geklappt. Das Prinzip “intelligente Tinte” taucht ja immer mal wieder auf, bis heute scheint das nicht wirklich zu funktionieren - kann ja noch kommen.
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