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Commonspage.net -

Erinnerungen unter freien Lizenzen


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“Geschichte von unten” war in den 70ern so ein Schlachtruf. Dank diverser User-Generated- Content-Projekte etablierter Medien scheint die Idee in digitalen Welten seine Wiederauferstehung zu erleben. Interessant dabei: Manchmal halten die Verlage ihre Nutzer dazu an, ihre Dokumente unter freie Lizenzen zu stellen. Macht ja Sinn - kollektive Erinnerung ohne urheberrechtliche Fußangeln. Beispiele:

New York Times: Polling Place Photo Project
The Polling Place Photo Project is a nationwide experiment in citizen journalism that encourages voters to capture, post and share photographs of this year’s primaries, caucuses and general election. By documenting local voting experiences, participants can contribute to an archive of photographs that captures the richness and complexity of voting in America. […]

In the spirit of public access and broad dissemination, this is an open-source project: all photographs are contributed under a Creative Commons license.

Die New York Times verrät allerdings nicht, welche. Laut cc-Blog ist es die Attribution No Derivatives. Auch Einestages, die Zeitgeschichte-Plattform des Spiegel Verlags, unterstützt cc-Lizenzierung und Public Domain:

Auch einestages bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, eigene Fotos unter eine Creative Commons-Lizenz zu stellen. Es gibt verschiedene Arten von CC-Lizenzen. Die von einestages unterstützte CC-Lizenz heißt: “Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 2.0 Deutschland.” Der englischsprachige Fachbegriff für diesen CC-Lizenztyp heißt: by-nc-nd. Wenn Sie Ihre Fotos auf einestages unter dieser CC-Lizenz veröffentlichen möchten, wählen Sie dazu beim Hochladen bitte einfach die entsprechende Option aus.

Wird leider wenig genutzt. Ich nehme diese Beispiele trotzdem als weiteres Zeichen, dass CC sich immer mehr etabliert.  Erinnerungen sind zum Teilen da.

Add comment November 13th, 2008

Urheberrecht abschaffen!


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Wenigstens für öffentlich-rechtliche Inhalte. Das fordert auf focus.de - nein, keiner der üblichen Verdächtigen - sondern Springer-Manager Christoph Keese:

Für Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs beim Axel-Springer-Konzern, ist auch dieser Preis offensichtlich zu hoch. Er will die öffentlich-rechtlichen Videos umsonst. „Public domain“, so der Titel des Zukunftsmodells. Übersetzt heißt der Name Gemeinfreiheit, also die Aufgabe des Urheberrechtsschutzes für öffentlich-rechtliche Inhalte.

Keeses Gedankengang wohnt eine auf den ersten Blick bestechende Logik inne. Die Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender seien bereits von der Allgemeinheit durch Gebühren bezahlt. Deshalb sollten sie auch der Allgemeinheit auf möglichst vielen Kanälen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. „Eine Art Wikipedia“, so Keese, deren Inhalte sich jeder bedienen und sie weiter verbreiten könne – auch die privaten Verleger mithilfe ihrer Internetangebote.

[…]

Der Vorschlag ist weltfremd. Schließlich kann man Videos nur freigeben, wenn man alle Rechte daran besitzt. Das kommt selten vor. Sobald Musik dabei ist - fast immer der Fall - geht das schon mal gar nicht.

Natürlich ist der Vorschlag auch absurd, vor allem aber leicht durchschaubar. Keese geht es ums Geldsparen, nicht um Freiheit.

Artikel-Autor Andreas Laux fleddert Keeses Forderung verdientermaßen:

Trotz zwingender Logik und schneller Problemlösungen, die sich aus dem „Public Domain“-Modell ergeben könnten, sähe Matthias Knothe, in der Kieler Staatskanzlei für Medienpolitik zuständig, Folgen auf das deutsche Mediensystem zukommen, die auch den privaten Verlegern nicht recht sein dürften. Denn würde die Rundfunkfreiheit für ARD und ZDF zur Disposition gestellt, könne sich auch die Pressefreiheit ihres Schutzes nicht mehr sicher sein.

Knothe hat als zuständiger Landespolitiker erfahren, wie sehr die Verleger in den vergangenen Monaten gegen die Expansion öffentlich-rechtlicher Inhalte im Netz angekämpft hatten. Deshalb wundert er sich umso mehr über Keeses Vorschlag: Noch zuverlässiger kann man die uferlose Ausbreitung von gebührenfinanzierten Inhalten im Netz wohl kaum garantieren.

Add comment October 31st, 2008

Wer nutzt OpenStreetMap?


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Das Bundesverfassungsgericht zum Beispiel. Interessant. (Der NDR manchmal auch, übrigens.) Danke für den Hinweis an Sven A.

Add comment October 30th, 2008

Google ist lieb


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Sogar ein bisschen niedlich. Eigentlich ist Google wie Knut. Komplett mit flauschigem Fell und großen Kulleraugen. Der Konzern will nur spielen und alle lieben Google. Außer den Journalisten vielleicht, die rummäkeln von wegen Datenkrake, Monopol, ist uns nicht geheuer etc.

So lässt sich der zweistündige Vortrag von Stefan Keuchel, Pressesprecher Google Deutschland, zusammenfassen, gehalten vor Journalisten im Rahmen der djv-Tagung “besser online”. Ich war anwesend und habe, äh, gestaunt.

Google kann ziemlich viel. Eigentlich alles. Herr Keuchel hat die letzten 30 Minuten (gefühlt) seines Vortrags damit zugebracht, all die fabelhaften Anwendungen und Services des Eisbärbabys Konzerns aufzuzählen. Irgendwann konnte ich mich nicht mehr halten und musste dazwischen krähen “Was kann Google denn nicht?”. Herr Keuchel fand die Frage blöd. Ja gut. Ganz plötzlich waren die zwei Stunden rum und schade, schade, für Fragen leider keine Zeit mehr. Um 16 Uhr fing nämlich TGIF an. Also “Thank God it’s friday”. Da versammeln sich alle Google-Mitarbeiter. Neuzugänge, “Noogler” genannt, bekommen eine googlefarbende Mütze mit Propeller auf und stellen sich den anderen vor. Herr Keuchel hat es sich nicht nehmen lassen, das Ding auch mal aufzusetzen. Sah ein bisschen infantil aus, war aber ein Höhepunkt der Show. Manmanmanman, hätte Peter Zwegat gesagt.

Ansonsten war die Tagung so mittel. Alle anderen Blogger waren wie immer schneller als ich und darum das Resümee einfach bei wirres lesen. Felix Schwenzel hat eine Ode an Jochen Wegner geschrieben, kann man machen. Der Focus-Online-Chef hat bei der Paneldiskussion am Samstag das Google-Problem als einziger fundiert kritisiert - da war Stefan Keuchel auch eingeladen und wieder damit beschäftigt, Eisbärbabycharme zu versprühen. Einige Zitate von Wegner:

“Google ist dabei, das Internet zu sein.”

“Bestimmte Sachen, die Google macht, sind überhaupt nicht transparent.”

Kommentar an Keuchel, der betonte, dass Google ja nur eine Suchmaschine unter vielen ist und es jedem frei steht, auf Google zu verzichten: “Das Argument hat Microsoft im Brüsseler Kartellrechtsverfahren auch benutzt.”

“Mit Google ist das so… kann man damit vergleichen, als hätte früher jemand alle terrestrischen Frequenzen besetzt.”

Bei wirres standen vor einigen Tagen schon mal einige erhellende Sätze zu Google.

Stefan Niggemeier beglückte uns zum Tagungsabschluss mit vielen Marcel-Reich-Ranicki-Momenten. Schade, dass alle Redaktionsleiter da schon weg waren.

1 comment October 20th, 2008

Hallo Parteien, hier ist die Mitte


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“Außer dem Schwarzen Block und mir ist keiner gekommen. Och.” Das habe ich enttäuscht gedacht, als ich am Samstag aus der U-Bahn Alexanderplatz gestiefelt bin, um zur Demo “Freiheit statt Angst” zu gehen. An der Weltzeituhr standen nur Radikale herum. Weit gefehlt. Ich hatte einfach den falschen Treffpunkt erwischt. Beim Neptunbrunnen - dem offiziellen Treffpunkt - hatte sich eine bunte Menschenmasse versammelt: Leute wie Du und Ich, die Hedonisten, Abordnungen von Parteien - Julis, Grüne, Grüne Jugend, Die Linke, Splittergruppierungen… Dann waren noch viele Mitglieder der christlichen Sekte “Anti-Genozid-Bewegung” da, die meiner Meinung nach einen Vollknall haben. Von denen mal abgesehen ein netter Haufen. Vor allem: Ein sehr, sehr großer Haufen. Die Veranstalter sagen 100.000, die Polizei 15.000. Ich halte 50.000 - 70.000 für realistisch. Dass so viele kamen, hat nicht nur am guten Wetter gelegen. (Markus Beckedahl behauptet, dass “irgendein Nerd ein Skript geschrieben hat, das die Sonne in Berlin hält”.) So, die nächsten Sätze, die ich in die Tastatur tippe, schreibe ich in andächtiger Stimmung:

<andächtig>Der 11. Oktober 2008 war der Tag, an dem sich erstmals eine breite Protestbewegung zusammenfand, um gegen ausufernde Sicherheitsbestimmungen zu demonstrieren. Die Mitte der Gesellschaft. Und der Rand. Gemeinsam.</andächtig>

Julis und der Schwarze Block auf einer Demo. Natürlich nicht Hand in Hand, aber dennoch! Ralf Bendrath hat das Besondere dieser Demonstration in seiner Rede schön herausgearbeitet. (Soll noch auf netzpolitik.org als Video veröffentlicht werden, anschauen empfohlen. Update: Hier gibt’s die schon Rede.)

Es gab ziemlich viele Reden, etwas ermüdend gegen Ende hin. Es ging immer um: Freiheit, Sicherheit, Überwachung - es wurden wichtige Dinge gesagt, blieb meist leider abstrakt. Anne Roth brachte dagegen einen sehr guten Beitrag, der verdeutlicht hat, was für ein Unheil entfesselte Sicherheitsgesetze auslösen können: Plötzlich verdächtigt der Staat ihren Lebenspartner Andrej Holm, ein gefährlicher Terrorist zu sein, ein Alptraum beginnt: Hausdurchsuchungen, Haft, Hubschraubereinsatz, Telefonüberwachung, Beschattung, Kameraüberwachung etc etc. (Hintergrund, und ja, die Vorwürfe sind haltlos. Und nein, das ist wirklich nicht in China passiert, sondern bei uns.) Rede hier zum Nachhören.

Auch gut: Rede von Monty Schädel Cantsin, der die Vertreter anwesender Parteien mahnte: “Ihr braucht euch hier nicht mehr blicken lassen, wenn ihr so weiter macht.”

Und natürlich die Datenkrake! Konstrukteur Peter erzählte, dass sie mit dem riesigen Pappmaché-Teil S-Bahn gefahren sind (!).

krake.jpg

padeluun hat dazu aufgerufen, in Parteien einzutreten. Wäre der effektivste Weg, um Politik zu beeinflussen. Da hat er natürlich Recht. Und einer muss es ja machen. An der Reaktion der Leute konnte man aber ablesen, dass viele dachten “mit den Schmuddelkindern spielen wir nicht”.

Best of Transparente:

Chips - nur aus Kartoffeln

Der Staat macht mir mehr Angst als die Terroristen

Einigkeit und Recht und - Sicherheitsgefühl?

Leben ohne Daten-FKK

Brauchst Du Beratung, juckt’s im Schritt - Zypries und Schäuble kriegen’s mit. (Deutsche AIDS-Hilfe)

Voll breit ok - voll überwacht - nee

Dem Schäuble fehlt ein Schräuble

2 nebeneinander her laufende Transparente, Spruch auf dem einen: “Überwacht meinen Arsch!” Spruch auf dem anderen: “Und zur Sicherheit: Meinen auch!” (Dank an Ralf.)

Ergänzungen gerne in die Kommentare.

schaeuble.jpg

Mein Demobericht 2007 - dieses Jahr ohne Minus ;-).

3 comments October 12th, 2008

Angeben mit Saftpackungen


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N. berichtet sichtlich stolz: “Hey, mein neuer Rechner hat eine 1-Tetrabyte-Festplatte!!”

1 comment October 7th, 2008

BBC holt sich “blogger-in-residence” ins Haus


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Auf der letzten re:publica hat sich Johnny Häusler einen “Rückkanal in die ARD” gewünscht. Die BBC hat kürzlich sowas in der Art eingerichtet und mit Steve Bowbrick einen “blogger-in-residence” ernannt. Der darf die Alte Tante betreffend ihrer Digtalstrategie beraten sowie Pläne und Ideen aus dem Haus veröffentlichen und diskutieren. Aus der Ankündigung im “BBC Internet Blog”:

Steve Bowbrick will be working for BBC Future Media & Technology as a “blogger-in-residence” for the next six months looking at, and talking about, ideas for a “common platform” and the BBC becoming more open.

Die Blogadresse lautet commonplatform.co.uk. Bowbrick (anscheinend ein echter Internet-Bescheidwisser) stellt dort klar, was er unter “becoming more open” versteht:

My name is Steve Bowbrick and I’m spending a few months at the BBC recording the Corporation’s efforts to open its bank of content, code and talent to the world at large.

Unter dem Titel “Freeing content at the BBC” hat Bowden am 7. Juli in seinem Privatblog “bowblog” einige Forderungen genannt, die die Open Access/Open Content-Fraktion beglücken dürften:

The BBC should free access to content that has limited (or zero) secondary value. That’s not to say content that’s no good: just stuff that can’t easily be sold on or exploited after it’s been transmitted. Lionel Kellaway’s brilliant Radio 4 programme about Rooks (a favourite of mine) is an asset of great beauty and immeasurable value to its listeners but, let’s face it, hardly any value in an open marketplace for audio content.

The BBC should be a rights innovator: hybrid methods of preserving public access to assets and commercial value to creators and license-holders should be developed and tested on real content. Not easy and not possible without compromise on both sides but the Corporation is uniquely placed to drive innovation that’s beneficial to UK licence fee-payers.

The BBC should be a copyright activist. Legislators should be lobbied to help redesign copyright law to preserve access to orphaned assets: content that’s not being exploited but can’t be freed because it still has a nominal owner. The Corporation should fund work to design use-it-or-lose-it laws and other innovative devices that emphasise access and public benefit over predatory and unfair protection.

The BBC should set targets for freeing content. By defining and prioritising categories of assets that should be freed, the BBC could drive the accumulation of a big pool of useful material held in the public domain permanently. Announcing in advance that certain content categories—perhaps whole channels or strands—are in future going to be purchased for permanent public access would encourage creators to get on with it and adjust their pricing and commercial terms for the new climate.

The goal should be to define and then grow the pool of free-to-use, public domain content archived at bbc.co.uk and not to apologise for the inflexibility and intransigence of rights-holders and exploiters. The potential gain for UK Plc and UK citizens could be enormous. The “there’s nothing we can do about it , guv” response must be made a thing of the past.

Hoffen wir mal, dass Bowbricks Ideen Gehör finden. In sechs Monaten wird er allerdings nicht weit kommen. Das “Creative Archive” der BBC ist übrigens damals gescheitert, weil die Rechte der Inhalte nicht zu klären waren.

[Danke an Alexander für den Hinweis.]

Add comment October 6th, 2008

Weltuntergang 2.0


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Es ist doch erstaunlich, an wie viele Wörter man das Appendix “2.0″ hängen kann! Diese Überschrift wirbt für das ziemlich gelungene kollaborative Filmprojekt “Node 666″: Das ist die Story:

It began in 2006. Escalating tensions in the Middle East resulted in Iran dropping a nuclear weapon unto Israel. Into the Valley of Armageddon. This unearthed a hidden portal to hell from which a demon army rose to conquer the earth. Seeing that the time had come, alien overlords who had been watching over us as Angels initiate the Rapture protocol to save the human genetic code, randomly transporting a few million of us into their ships, to prepare for their final battle. The rest of us are left behind, to face the final apocalypse. Many die. Some survive. And some … Form a videoblogging network to communicate. These are the members of Node 666.

Dieses Video besteht aus Schnipseln von den “Überlebenden”, die sich selbst in ihrer, äh, misslichen Weltuntergangssituation filmen. Node 666 schafft es, eine Blair-Witch-Atmosphäre aufzubauen. Ich zumindest habe mich ein bisschen gefürchtet. Humor blitzt auch immer wieder auf.

Kleine Denksportaufgabe für die Juristen, die immer behaupten, dass unser Urheberrecht wunderbest auf Internet, Web 2.0 etc passt: Wer ist denn hier der Urheber? Die Leute, die den Film zusammengeschnitten haben? Oder die Einzel-Autoren?

Add comment October 2nd, 2008

Berlin am nächsten Samstag


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Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft zur Demo “Freiheit statt Angst” auf. Ich fahre nach Berlin und hoffe, viele viele viele Menschen zu treffen.

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Aus dem Aufruf:

Überwachung, Misstrauen und Angst verändern unsere Gesellschaft schrittweise in eine Gesellschaft unkritischer Verbraucher, die “nichts zu verbergen haben” und dem Staat gegenüber - zur vermeintlichen Gewährleistung totaler Sicherheit - ihre Freiheitsrechte aufgeben. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!

Meine Meinung.

1 comment October 2nd, 2008

Eine weise Entscheidung


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Frank Westphal nimmt seine statische Deutschland-Blogkarte erstmal vom Netz.

Als ich vor zwei Monaten die Blogkarte veröffentlichte, war mir klar, dass ich damit ein sensibles Thema anpacken würde. Ein halbes Dutzend Nachfragen habe ich bekommen, “welchen Nutzen ich darin sehe, Blogs punktgenau zu verorten”. Ebenso viele Blogs wollten von der Karte genommen werden.

Zwei Monate später ist meine Naivität gewichen. Denn was mir im Juli nicht so klar war, ist, wie unwohl mir selbst ist, in dem Wissen zu leben, dass anderen mit der Karte unwohl ist.

Die statische Blogkarte war eine Fehleinschätzung…

Vorgeschichte hier. Ganz gestorben ist die Karte nicht:

Ferner möchte ich heute das einzig Richtige tun und – das hätte ich von vornherein tun sollen – aufs Opt-In-Verfahren umsatteln.

Gute Lösung. In Franks Blogkarte zu stehen war zwar nicht so schlimm, wie bei rottenneighbor mit rotem Haus im Stadtplan vermerkt zu werden - aber am liebsten werde ich überhaupt nicht öffentlich einsehbar verortet.

2 comments September 29th, 2008

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